Kommentar
Von Hindenburg zu Schmidt: Münster im Fokus der Republik

Heute schaut ganz Deutschland zum zweiten Mal binnen einer Woche nach Münster. Die Stadt des Westfälischen Friedens hatte gerade erst beim unnötigsten Bürgerentscheid aller Zeiten noch einmal die Kurve gekriegt. 

Samstag, 22.09.2012, 09:09 Uhr

Der vom Rat beschlossene Schlossplatz setzte sich am Ende in der 285 000 Euro teuren Volksbefragung als Name durch – und die ganze Republik schaute dabei zu. Die Mehrheit der Münsteraner will ihre größte Freifläche nicht nach Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg benennen. Das vermeldete abends sogar das ZDF .

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie peinlich es gewesen wäre, wenn heute der renommierte Preis des Westfälischen Friedens in einem Münster verliehen worden wäre, das erst vor wenigen Tagen seinen größten Platz neu nach Hindenburg benannt hätte. So kann Helmut Schmidt hanseatisch-vornehm dazu schweigen.  Ralf Repöhler

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