Kommentar zu Grubes Zitterpartie
Die Bahn und der Winter

Münster - Claudia Kleinert, Sven Plöger und ihre Meteorologen-Kollegen dürften in diesem Winter einen ganz besonders treuen Zuschauer haben: Rüdiger Grube. Für den Bahnchef könnte die kalte Jahreszeit zur Zitterpartie werden. Schlägt der Winter mit Macht zu, so würde sich Grubes derzeitige Zuversicht wohl schnell in Luft auflösen. Ein Chaos-Winter wie 2010/11 brächte – allen Beteuerungen zum Trotz – wohl erneut auch den Bahnverkehr ins Schlingern. Bei den frierenden Passagieren auf den Bahnsteigen dürfte dann angesichts der üppigen Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel die Wut erst richtig hochkochen.

Montag, 08.10.2012, 14:10 Uhr

Kommentar zu Grubes Zitterpartie : Die Bahn und der Winter
Foto: dpa

Keine Frage, die Bahn hat zuletzt viel in ihre eigene „Wetterfestigkeit“ investiert. Sie hat Klimaanlagen verbessert, Weichenheizungen und Enteisungsanlagen angeschafft und beim Schneeräumdienst nachgebessert. Doch dass der alte Slogan „Alle reden vom Wetter, die Bahn nicht“ wahr wird, ist noch lange nicht erreicht. Jahrelang hat Grubes Vorgänger Mehdorn vor allem auf die Kosten geschaut. Der Konzern sollte fit werden für die Börse – fast um jeden Preis. Die Folgen dieses Kurses sind noch heute zu spüren, wiewohl das Börsenparkett derzeit nicht mehr auf dem Fahrplan steht. Der Bahn fehlen die (Ersatz-)Züge, und das wird auch bis mindestens 2014 so bleiben. Grube ist um seinen Job, die Bahn wieder ins Gleis zu bringen, nicht zu beneiden. Martin Ellerich

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