Kommentar
Studie zu Schulwechslern: Auf die Lehrer kommt es an

Warum verwenden die Bildungsexperten eigentlich stets das Wort „Abstieg“? Es wird der Problematik nicht gerecht und stigmatisiert die Betroffenen. Schüler, die die Schulform wechseln, sollen künftig in einem Lernumfeld arbeiten, das sie mit ihrem Leistungsstand besser fördern kann. Die Praxis zeigt nämlich, dass nicht wenige der Schulwechsler später doch noch eine Studienberechtigung erlangen, weil sie den Umweg über Kollegs, Abendschulen oder die Fachhochschule gegangen sind.

Mittwoch, 31.10.2012, 13:10 Uhr

Kommentar : Studie zu Schulwechslern: Auf die Lehrer kommt es an
Symbolbild Foto: dpa

Bildungsexperte Dräger wies gestern auf einen wichtigen Aspekt hin, der bei der überbordenden Diskussion über Schulformen- und systeme sehr aus dem Blickfeld geraten ist: Schule ist nur so gut wie ihre Lehrer. Eltern mit schulpflichtigen Kindern erzählt man damit nichts Neues – und den „Paukern“ erst recht nicht.

Die Lehrer sind deshalb die entscheidende Stellschraube im System Schule. Sie prägen den Erfolg der so intensiv beschworenen individuellen Förderung. Ihre Fähigkeit zur Motivation und persönlicher Ansprache wird auch kein noch so ausgefeiltes elektronisches Lernprogramm ersetzen können. Will man also die Zahl der Schulwechsler deutlich reduzieren, muss man den Lehrern die zeitlichen und materiellen Möglichkeiten zur individuelleren Betreuung geben. Das klingt einfach – ist es aber in Zeiten knapper Kassen nicht.

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