Keine Gnade für Bradley Manning
Das Exempel

Nach dem „schuldig“ in den meisten Anklagepunkten erwartet den US-Gefreiten Bradley Manning nun zwar nicht mehr die Höchststrafe, aber immer noch ein langer Gefängnisaufenthalt.

Donnerstag, 01.08.2013, 08:08 Uhr

Die US-Regierung will ein Exempel statuieren, um Nachahmungstäter abzuschrecken, die sich als „Aufklärer“ sehen, aber dennoch gegen geltende Gesetze verstoßen. Im Fall Manning ging es niemals nur um den Schutz der Pressefreiheit oder die Frage der Meinungsfreiheit, sondern um die Enthüllung von als geheim eingestuften militärischen Informationen in einem gewaltigen Umfang.

Wer das Urteil in Deutschland mit Skepsis betrachtet, sollte sich vor Augen halten: Auch für Bundeswehrangehörige steht der Verrat von Dienstgeheimnissen aus ihrer Einsatzzeit unter Strafe, und auch die Spionage oder die Weitergabe an Medien ist nicht strafbefreit. Die Logik dahinter ist dabei ähnlich wie in den USA : Details von Einsätzen dürfen nicht an den Feind gelangen, um die Truppen nicht zu gefährden.

Das Urteil ist nicht nur eine Niederlage für den jungen Gefreiten, sondern auch für Wikileaks, das sich schützend neben ihn gestellt hat.

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