Medaille mit zwei Seiten
Pofalla will zur Deutschen Bahn

Natürlich hat dieser Wechsel ein Geschmäckle, natürlich geht geschickt anders, natürlich sollte man sich für den Weg aus dem Kanzleramt in den hoch dotierten Job im Vorstands-Tower der Deutschen Bahn mehr Zeit lassen. Und natürlich ist deshalb der Sturm der Entrüstung beim politischen Gegner wie in der öffentlichen Meinung groß. Dass Roland Pofalla auf der Berliner Bühne nicht unbedingt zu den großen Sympathieträgern zählt, dürfte den Aufschrei der Empörten befördern.

Sonntag, 05.01.2014, 14:01 Uhr

Soweit die eine Seite der zweifellos nicht nur glänzenden Medaille . Aber es gibt eben auch noch eine zweite Seite. Wer jetzt lautstark nach jahrelangen Karenzzeiten für Politiker ruft, bevor diese in die Wirtschaft wechseln dürfen, der muss sich auch die Frage stellen, wer sich denn dann überhaupt noch für ein politisches Spitzenamt zur Verfügung stellt, von dem doch bekannt ist, dass dort Spitzengehälter wahrlich nicht zu verdienen sind. Ja, es geht im Ergebnis auch um Kompetenz und Qualität des politischen Spitzenpersonals, per se nur eine Aufgabe auf Zeit.

Politischer Lobbyismus ist die persönliche Sache von Bahn-Chef Grube nie gewesen; sich hier besser aufzustellen – bis 2009 gab es dafür bereits einen Vorstandsposten – liegt also im Interesse des Staatsunternehmens Bahn. Sein Bundestagsmandat dafür abzugeben, sollte allerdings Pofallas vornehmste und erste Amtshandlung sein.

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