Union diskutiert ihr Verhältnis zur AfD
Die Gretchenfrage

Nach dem Achtungserfolg der nationalkonservativen Euro-Gegner bei der Europawahl war es nur noch eine Frage der Zeit, wann sich in der Union die Gretchenfrage stellen würde: Wie halten wir es mit der AfD? Ignorieren, koalieren, integrieren? Eine schnelle und einfache Antwort werden CDU und CSU kaum finden.

Montag, 02.06.2014, 07:06 Uhr

Machtpolitisch muss sich die Union mit der AfD-Frage beschäftigen, weil ihr „natürlicher“ Koalitionspartner FDP Schritt für Schritt von der parlamentarischen Bildfläche verschwindet und damit schlicht ausfällt. Ein offenes Aufeinanderzugehen würde die AfD , von der wir eigentlich nur wissen, was sie nicht will, allerdings massiv aufwerten und als Partei rechts von der Union erstarken lassen – mit der Gefahr dauerhafter Schwächung der eigenen Reihen. Bürgerliches Milieu und Instabilität des elitären Clubs von Wirtschaftsprofessoren stünden einem Bündnisgedanken wohl weniger im Weg als das klare Nein zum Euro – bundespolitisch also können CDU und CSU den EU-Skeptikern nur die kalte Schulter zeigen.

Kommunal- und landespolitisch mag es eine andere Antwort geben – SPD und Linke leben dies seit Jahren vor. Bis zu den Landtagswahlen in Sachsen , Thüringen und Brandenburg muss die CDU die Gretchenfrage klären.

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