Kein Widerspruch
Die Großstadt-Probleme der CDU

Das Thema rückt nicht erst seit Sonntag auf die christdemokratische Pro-blem-Agenda: Das Großstadt-Pflaster entpuppt sich für die CDU als zunehmend rutschig. Der Volkspartei gelingt der Spagat, sowohl im ländlichen Raum als auch im Milieu der Metropolen politisch tonangebend zu sein, zunehmend weniger. Keine Frage – dieses Ziel rückt in die Nähe der Quadratur des Kreises.

Dienstag, 17.06.2014, 07:06 Uhr

Viel Vielfalt, viel Individualismus, viel Fluktuation in der Bevölkerung: Die herkömmlichen, eher klassischen Lebensgewohnheiten sind in den Großstädten auf dem Rückmarsch – und mit ihnen auch gesellschaftspolitische Akteure im Umfeld von Kirche, Verbänden und Vereinen. Die CDU verliert hier traditionelle Verbündete. Gleichzeitig erobern sich die Grünen als politische Konkurrenz so etwas wie einen Stammplatz im bürgerlichen Wohlstandsmilieu. Mit ihrem gepflegten Kompetenz-Profil Wirtschaft/Finanzen/Sicherheit und Ordnung können die Christdemokraten hier nicht mehr entscheidend punkten.

Was tun? Guter Rat ist teuer. Sich den Grünen anzubiedern, birgt die Gefahr, dafür im ländlichen Raum Federn zu lassen. Das urbane Lebensgefühl zu verkörpern und im Personal auch abzubilden ohne Preisgabe ihrer identitätsstiftenden Grundwerte ist eine Herausforderung, der sich die CDU stellen muss; ein Widerspruch ist es nicht.

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