Wachstum verpflichtet
300 000-Einwohner-Stadt Münster

Von Nummer 299 999 zu Nummer 300 000 im Einwohner-Register der Stadt war es am Montag dieser Woche nur ein winziger Schritt – oder besser eine einzelne Person – die Studentin Stefanie Luik aus Reutlingen, die sich im Stadthaus anmeldete und damit die 300 000. Münsteranerin wurde.

Sonntag, 16.11.2014, 16:11 Uhr

Wachstum verpflichtet : 300 000-Einwohner-Stadt Münster
Oberbürgermeister Markus Lewe begrüßt Münsters 300.000 Einwohnerin Stefanie Luik. Foto: Oliver Werner

Psychologisch hat Münster als 300 000-Einwohner-Stadt einen deutliche Schwelle überschritten.

Die runde Zahl signalisiert: Münster wächst – im Gegensatz zu den meisten anderen Kommunen in Deutschland . Das ist eine gute Nachricht, denn Münster wird sich nicht – zumindest nicht in mittelfristiger Zukunft – mit Problemen leer stehender Wohnungen oder leidiger Schulschließungen wegen Schülermangels befassen müssen. Die wachsende Stadt ist allen, die an ihrer Gestaltung mitwirken, aber auch Verpflichtung: Münster braucht eine mitwachsende, zufriedenstellende Infrastruktur – für junge Familien mit Kindern, aber auch für die größer werdende Zahl älterer Menschen. Münster braucht Kitas und Schulen genauso wie die Entwicklung von neuen, generationsübergreifenden Wohnformen, wo ältere und alte Menschen künftig ihren Platz finden können. Und eine attraktive Infrastruktur für junge Leute wie Stefanie Luik , die in ihrer Studentenstadt auch „Szene“, also die Atmosphäre einer jungen, unkonventionellen Stadt erleben wollen.

Die jetzt 300 000 und demnächst noch mehr Münsteraner brauchen vor allem zweierlei: Sie müssen die Chance haben, zu einem akzeptablen Preis in ihrer Stadt zu wohnen. Und sie brauchen Arbeit.

Münster hat in den vergangenen 20 Jahren einen beachtlichen Strukturwandel bewältigt – von der Behördenstadt zu einem Standort, der Unternehmen anzieht. Das sorgt neben dem natürlichen, bisher nie versiegenden Jungbrunnen der Hochschulen für Bevölkerungszuwachs. Eine kluge Wohnungspolitik ist die Herausforderung, damit Münster für seine vielen Einwohner auch lebenswert bleibt.    Karin Völker

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