SPD fordert das Punktesystem
Ein alter Hut

Mit einem Punktesystem die Einwanderung steuern? Der Vorschlag überzeugt so nicht. Man möchte in den SPD-Reihen offenbar nicht noch ein weiteres Thema aus der politischen Mitte der Union überlassen.

Dienstag, 03.02.2015, 08:02 Uhr

Doch das Punktesystem aus Kanada ist überholt. Die meisten Migranten kommen hierzulande außerdem aus der EU – allen voran Polen. Für sie gilt die Freizügigkeit, sie integrieren sich zumeist auch völlig unauffällig in den Arbeitsmarkt. Ihre Arbeitslosenquote jedenfalls sinkt – und das bei einer stark gestiegenen Zuwandererzahl.

Selbst in Kanada ist das Punktesystem ein alter Hut. Denn damit steuert die staatliche Verwaltung den Bedarf an einzelnen Fachkräften. Das funktioniert in der Regel nicht, bzw. zu spät. Das System hinkt dem Arbeitsmarkt hinterher. Viele Einwanderer landen so nicht in dem Beruf, den sie erlernt haben – trotz hoher Punktzahl. Ganz nebenbei wurde mit dem komplizierten Punktesystem ein ineffizientes Bürokratiemonster geschaffen.

In Kanada selbst schaut man beim Thema Zuwanderungspolitik längst nach Deutschland , wo man die „Blue Card“ eingeführt hat. Dieser Weg gilt unter Experten als Erfolgsmodell. Die Zuwanderung ist dabei an einen Hochschulabschluss oder einen konkreten Arbeitsplatz geknüpft. Der Markt steuert so die Zuwanderung. Das ist und bleibt der flexibelste Ansatz.

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