Washington erwägt Waffenlieferung an Kiew
Gefährliche Idee

In den USA bröckelt der Widerstand gegen Waffenlieferungen an die Ukraine – nachdem Politiker in Kiew immer wieder deutlich gemacht haben: Mit Decken und Essensrationen allein ist der Kampf gegen die prorussischen Separatisten und ihre Helfer in Moskau nicht zu gewinnen.

Dienstag, 03.02.2015, 10:15 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 03.02.2015, 09:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 03.02.2015, 10:15 Uhr

Das letzte Wort dazu liegt wie immer bei Barack Obama , der vermutlich längst aufgegeben hat, Wladimir Putins Freund zu werden und die Beziehungen zu Moskau einem Neustart zu unterziehen. Doch selbst die Lieferung von „Defensivwaffen“ wäre – und da haben die Bedenkenträger in den deutschen Parteien recht – zum derzeitigen Zeitpunkt unklug und auch gefährlich.

Stattdessen bietet sich bei der Anwendung von Sanktionen zur Entschärfung des Konfliktes noch jede Menge zusätzlicher Spielraum. Die jüngste Strafrunde der EU – einige Reiseverbote und das Einfrieren von Auslandskonten von prorussischen Separatisten, die vermutlich in weiser Voraussicht über gar keine Guthaben auf Auslandskonten verfügen – war eher symbolischen Charakters. Insgeheim waren diese Schritte vom Gedanken getragen, angesichts der kränkelnden russischen Wirtschaft keinen zusätzlichen Schaden anzurichten.

Doch die Daumenschrauben sind noch längst nicht vollständig angezogen. Die EU und Deutschland sollten Washington rasch klarmachen, in diesem Bereich noch Handlungswillen zu haben. Dann wäre das explosive Thema Waffenlieferungen vermutlich schnell vom Tisch.

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