Mehr Rücksicht gilt für alle
Verkehrsunfallprävention in Münster

Münsters Straßen sind sicherer geworden - und das ist ein Verdienst, das sich die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention auf ihre Fahnen schreiben kann. Leider trifft das nicht auf schwere Radfahrerunfälle zu. Ein Kommentar.

Samstag, 02.05.2015, 14:05 Uhr

Unfall Ghostbike Geisterfahrrad weißes Fahrrad tödlicher Vekehrsunfall. Foto: Markus Lütkemeyer
Ein Ghostbike erinnert in Münster-Hiltrup an einen tödlichen Unfall. Foto: Markus Lütkemeyer

Trotz massiven Polizei-Kontrolldrucks sinken die Fallzahlen nicht. Im Gegenteil: Daran werden auch die ganz bestimmt sehr sinnvollen Totwinkelspiegel und Öffentlichkeitskampagnen der Ordnungspartner wenig ändern können.

Die Suche nach den Sündenböcken ist mühsam. Es gibt leider zu viele rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und das trifft alle vom Autofahrer bis zum Fußgänger. Tempo 50 bedeutet eben nicht, dass diese innerstädtische Maximalgeschwindigkeit immer ausgenutzt werden darf.

Und der ohnehin beengte Verkehrsraum ist eben kein Spielfeld für Zeitgenossen, die auf ihren Vorrangrechten immer und überall beharren. Entschleunigung ist im hektischen Alltagsverkehr schwer zu vermitteln. Doch nur ein entspannteres, weniger unbekümmertes Verhalten von Autofahrern, Radlern und Fußgängern würde den Überlebensraum Straße, Radweg und Bürgersteig sicherer machen.

Der Smartphone-Konsument am Steuer, die Kurzparker auf dem Radweg, der Rotlichtsünder auf der Leeze oder der Fußgänger beim Sprint über die Straße: Sie alle machen es uns schwerer, sicher durch Münster zu kommen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3229404?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F4852742%2F4852750%2F
Gedenken an die Morde von Hanau
Rassistischer Anschlag: Gedenken an die Morde von Hanau
Nachrichten-Ticker