Kommentar von Norbert Tiemann
(Denk-)Zettelwirtschaft

Die Sachargumente haben nicht gefruchtet, die Einschüchterungsversuche durch den Fraktionschef sind gescheitert: 63 Unions-Abgeordnete, noch mehr als beim ersten Durchgang, haben ihrer Kanzlerin in der Griechenland-Politik die Gefolgschaft verweigert.

Mittwoch, 19.08.2015, 20:08 Uhr

Wären alle Parlamentarier zur Sondersitzung gekommen – die Abweichler-Quote läge wohl noch deutlich höher.

Auch wenn die Kanzlerin schlussendlich mit dem Ja-Votum des Bundestages gut leben kann; irgendwo zwischen Schlappe und Denkzettel wird sie das Verhalten ihrer Mannschaft verorten müssen. Gleichwohl ist nicht davon auszugehen, dass diese Form der „ Zettelwirtschaft “ in der Fraktion Schule machen wird; von einer Kanzlerinnen-Dämmerung kann nun wahrlich keine Rede sein.

Wolfgang Schäuble hatte in den Verhandlungen mit den Griechen noch sämtliche Folterwerkzeuge bis hin zum befristeten Grexit ausgepackt. Dass ausgerechnet er nun über Nacht vom Saulus zum Paulus mutierte und für das Hilfspaket, ein Darlehn, warb, war nicht beeindruckend genug, um erfolgreich Überzeugungsarbeit leisten zu können.

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