Flüchtlingskrise
Es funktioniert noch

Unterkünfte Mangelware, die Helfer ausgelaugt und ein unkalkulierbarer Zulauf weiterer Flüchtlinge – trotz all dieser widrigen Umstände gibt es Erfolge zu vermelden. Ein Kommentar.

Mittwoch, 23.09.2015, 07:09 Uhr

In Greven sollen bis zu 1000 Asylsuchende pro Tag registriert werden.
In Greven sollen bis zu 1000 Asylsuchende pro Tag registriert werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Knapp 150 000 Flüchtlinge leben in NRW , und täglich werden es mehr. Allein 2700 kamen am Freitag, in dieser Woche rechnen die Behörden mit weiteren 17 000.

Keine Frage: Der nicht abreißende Strom an Menschen aus Regionen, die nur arm sind oder auch krisenbelastet, hat das System an seine Grenzen getrieben. Es fehlt an fast allem: Un­terkünfte sind Mangelware , der Markt für winterfeste Zelte und Sanitärcontainer ist leer gefegt. Und die vie len Helfer ? Gehen am Stock. Das staatliche Notfallmanagement ist nicht auf Dauereinsätze ausgelegt.

Aber, und das ist das Positive an der unkalkulierbaren Flüchtlingsgeschichte: Es funktioniert. Und das ist in der gegenwärtigen Situation eine ganze Menge.

38 Notunterkünfte mit 8000 Plätzen gibt es im Regierungsbezirk Münster . Die Vorwarnzeit für die Helfer vor Ort beträgt oft nur Stun­den, dann kommen die Flüchtlinge, und das nicht selten mitten in der Nacht.

Trotzdem hat jeder Asylsuchende bisher ein Dach über dem Kopf erhalten – und sei es auch nur eine Zeltbahn; hat ein Bett bekommen – und sei es nur eine Matratze; und Bettzeug – wenn auch nur einen Schlafsack. Und den Tausenden, die noch kommen werden, wird es nicht anders ergehen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3526838?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F4852742%2F4852746%2F
Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Ein Tag mit Laura Stegemann: Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Nachrichten-Ticker