Kommentar: Lehrer gesucht
Bezirksregierung Münster lockt mit unbefristeter Einstellung

Jahrelang erhielten nur die besten Lehramtskandidaten sofort eine Stelle in größeren attraktiven Städten im Land. Nun auf einmal werden Tausende Lehrerstellen geschaffen, und die Hürden für Neueinsteiger hängen weitaus niedriger. Die Auswirkung von Angebot und Nachfrage für die eigene Zukunft wird ausgerechnet im Staatsdienst mehr als deutlich.

Freitag, 30.10.2015, 18:10 Uhr

Faktum ist: Schon vor der Flüchtlingskrise fehlten an Schulen in NRW viele Lehrer. Gerade der zunehmende Stress macht den Beruf nicht attraktiver. Das Image vom bequemen Lehrerdasein ist längst vorbei. Weil der Beruf viele neue Anforderungen in sich birgt, trauen ihn sich immer weniger junge Menschen zu.

Gleichzeitig droht auf Jahre ein Lehrermangel. Viele Pädagogen gehen in einigen Jahren in Pension. Gerade in den Naturwissenschaften bietet die boomende Wirtschaft im Moment zudem attraktivere Möglichkeiten.
Was fehlt, ist ein grundlegender Imagewandel des Lehrerberufs. Vielfach sieht es so aus, als ob sie zu einer Art pädagogischer Krisenmanager geworden sind.

Attraktivere Aufstiegs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten könnten eine Lösung sein. Aber auch eine größere Wertschätzung der Lehrer, die eine wirklich nachhaltige Aufgabe für unsere Gesellschaft haben. Von ihnen hängt jetzt auch die Integration einer ganzen Generation von Flüchtlingen ab. Dafür benötigen sie mehr Unterstützung und Wohlwollen.

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