Kommentar zur Räumung der JVA Münster
Peinlich

Münster -

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. So sieht es der Volksmund, so kann man sich die Zwangsräumung des einsturzgefährdeten Gefängnisses schönreden. Doch Münster bekommt beides: Denn der Schrecken alias Standortsuche für einen Neubau ist noch lange nicht zu Ende. Dieser Fall ist peinlich.

Freitag, 08.07.2016, 09:07 Uhr

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  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert. Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: kb
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert. Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert. Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Carsten Heim, Leiter der JVA Münster, wird interviewt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert. Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Donnerstagmorgen hat die Räumung der Justizvollzugsanstalt in Münster begonnen. Sie soll bis Freitagmittag beendet sein. Die Gefangenen werden mit Bussen abtransportiert.

    Foto: Matthias Ahlke
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    Foto: Matthias Ahlke
  • Carsten Heim, Leiter der Justizvollzugsanstalt Münster

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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Dass Münsters Haft­anstalt nach mehr als 160 Jahren baufällig ist, wissen die Verantwortlichen in Justizministerium und beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) schon lange. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum man zugesehen hat, wie der marode Bau langsam verfällt. Auf den von Skandalen und Misswirtschaft belasteten BLB wirft dieses selbst verschuldete Desaster – das ist die Not-Räumung – ein übles Licht. Falsche Entscheidungen bei der Immobilienpflege, ebenso bei der Standortsuche : Trotz reformierter Strukturen ist er offensichtlich bei elementaren Aufgaben überfordert.

Justizminister Kutschaty trifft der Vorwurf, dass er die Dinge viel zu lange laufen ließ. Auch wenn gerade ein Gefängnis­neubau sensibles Vor­gehen erfordert: Mehr Druck, weniger Rücksicht hätten ihn vermutlich schneller ans Ziel gebracht. Das Heft des Handelns nimmt er zu spät in die Hand. Immerhin kann er politische Instrumente einsetzen, die dem BLB definitiv fehlen: Daumenschrauben. Mal sehen, ob sie wirken.

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Das komplette Interview mit Minister Kutschaty lesen Sie  hier .

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