Kommentar
Helfer haben Hochachtung verdient

Es ist beschämend, dass immer wieder ausgerechnet die Berufsgruppen beleidigt oder sogar körperlich angegangen werden, die helfen wollen. Sei es die Polizei oder das Personal in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Freitag, 11.11.2016, 21:11 Uhr

Kommentar : Helfer haben Hochachtung verdient
Foto: dpa

Während Polizisten auf solche Situationen immerhin vorbereitet werden und sich zur Wehr setzen können, sind Ärzte und Krankenpfleger gewalttätigen Attacken von gereizten oder alkoholisierten Patienten weitgehend schutzlos ausgeliefert. Dabei arbeiten in den Kliniken viele Mitarbeiter aufgrund der chronischen Unterbesetzung ohnehin am Rande der Belastbarkeit. Sie brauchen ihre Kraft und Konzentration für ihre Kernaufgaben.

Für die Gesellschaft ist die jederzeit verfügbare Gesundheitsversorgung in Notfällen ein hohes Gut. Um dieses aufrechterhalten zu können, sollte es selbstverständlich sein, auch längeren Wartezeiten mit Verständnis zu begegnen und die Menschen, die diese Versorgung ermöglichen, zu respektieren. Ansonsten wird es für Krankenhäuser in Zukunft ähnlich schwer werden, geeignete Mitarbeiter zu finden, wie es in der häuslichen Pflege schon heute der Fall ist. Ein Beitrag zur Verbesserung der Situation in den Notaufnahmen wäre es schon, diese nicht unnötig aufzusuchen. Oft ist der Gang zum Hausarzt die sehr viel bessere Wahl. Weniger Patienten und damit kürzere Wartezeiten würden dazu beitragen, die Spannung in den Wartesälen abzubauen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4430062?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F4852729%2F4852731%2F
St. Lamberti segnet Gläubige mit „Aschekreuz to go“
Pfarrer Hans-Bernd Köppen zeichnet Inga Blomberg am Aschermittwoch an der Lambertikirche mit einem Aschekreuz.
Nachrichten-Ticker