Kommentar zur Wahl von Liane Buchholz
Was sollte das Gerangel?

Von wegen Kampf­abstimmung, von wegen abweichende Positionierung! Mit klarem Votum haben die Vertreter der 67 Sparkassen in Westfalen-Lippe kurz vor Ultimo über die Neubesetzung der Verbandsspitze entschieden. Liane Buchholz tritt die Gerlach-Nachfolge an – ­Roland Schäfer bleibt Bergkamen als Bürgermeister erhalten, Markus Schabel der Sparkasse Münsterland Ost als Vorstandsvorsitzender. Alles gut?

Mittwoch, 21.12.2016, 19:12 Uhr

Liane Buchholz
Liane Buchholz Foto: dpa

Nein, es bleiben Fragen. ­Vor allem: Was hat die Vertreter der regionalen CDU getrieben, aus einer offenbar aussichtslosen Position heraus die Top-Personalie dermaßen in die Schlagzeilen zu bringen? Das Ergebnis für Sparkassenmann Schabel ist niederschmetternd. Die Reihen, die man schließen wollte, haben sich im geheimen Abstimmungs­prozedere als höchst lückenhaft erwiesen. Kluge Personalpolitik sieht anders aus.

Die neue Spitzenfrau Liane Buchholz steht beim Verband für Kontinuität. Was nichts anderes aussagt, als dass sie in der zunehmend aufgeregten Sparkassenwelt den verbandspolitischen Kurs von Rolf Gerlach ­weiterverfolgen wird. Mit Westfalen-Lippe ist – in Berlin und anderswo – insofern weiter zu rechnen.

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