Kommentar zu höheren Bücherei-Gebühren
Gut investiertes Geld

Was macht eine Stadtbücherei, die von der Stadt aufgefordert wird, 25 Prozent mehr zu erwirtschaften? Sie erhöht die Nutzungsgebühren um 25 Prozent. Was bleibt ihr anderes übrig? Nach über zehn Jahren des Stillhaltens war dies wohl die einzige Lösung.

Sonntag, 08.01.2017, 08:01 Uhr

Alle anderen Veränderungen der Gebührenordnung zum 1. Februar sind mehr oder weniger kosmetischer Natur. Das betrifft vor allem die ungeliebte Versäumnisgebühr, die von den Betroffenen oft als Maßregelung verstanden wird. Das Rückgabedatum gilt ab sofort ohne Wenn und Aber – sofern es nicht noch verlängert werden kann. Das ist zumutbar.

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob eine allmähliche Gebührenerhöhung nicht sinnvoller wäre. Aber das würde den Eindruck „die Bücherei wird immer teurer“ nur befeuern. In Wirklichkeit tragen die unmittelbaren Nutzer nur etwa 15 Prozent der Kosten – den Rest leistet sich die Stadt als einen öffentlichen Bildungsort für alle, für Kinder und Jugendliche praktisch kostenlos. Das ist gut investiertes Geld.  Lukas Speckmann

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