Die SPD im Umfragehoch
Euphorie-Welle

Sozialdemokratische Festwochen: Erst treibt das von Kanzlerkandidat Martin Schulz ausgelöste Stimmungshoch die Genossen in Hochstimmung, in NRW sogar knapp unter das üppige Ergebnis von 2012. Dann wird mit Frank-Walter Steinmeier noch einer der ihren zum Bundespräsidenten gewählt. Ein Kommentar.

Sonntag, 19.02.2017, 20:02 Uhr

Die SPD im Umfragehoch : Euphorie-Welle
Mit dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz steht die SPD in den Umfragen deutlich besser da. Foto: dpa

Auf dieser Euphorie-Welle trug die NRW-SPD Hannelore Kraft mit hundert Prozent Zustimmung auf die unbestrittene Position als Spitzenkandidatin. Die Hundert hat sie 2010 bereits erreicht – als die SPD nach fünf Jahren Opposition mit ihr zurück auf die Regierungsbank drängte.

Beide Situationen weisen Parallelen auf: Die SPD musste ungeheures Selbstvertrauen mobilisieren. Dieses Mal nagte das unverrückbar scheinende Umfragetief im Bund an der Zuversicht. Dazu kam die Ungewissheit, ob die Probleme bei der inneren Sicherheit nach Silvester 2015 und im Fall des Attentäters Amri nicht noch zum Fallstrick werden könnten. Zumindest diese Frage ist unentschieden: Seine hohen Negativwerte machen den Innenminister zur Belastung.

Wie wenig Kraft darauf vertraut, dass der Höhenflug anhält, kann man an den Attacken gegen die Grünen ablesen. Mangels gemeinsamer Perspektiven setzt sie alles auf ihre Karte. Denn sie und Schulz sind aufeinander angewiesen: Schwächelt einer, schwächeln beide.

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