Kommentar zum münsterischen Entsorgungskonzept
Im Zentrum des Konflikts

Ein Dank vorab: Man kann den politisch Verantwortlichen, die vor gut 20 Jahren in Münster gewirkt haben, gar nicht oft genug dafür loben, dass sie sich damals gegen den Bau einer Müllverbrennungsanlage entschieden haben. Denn die Kommunen in NRW, die sich derart millionenschwere Investition ans Bein gebunden haben, leiden wegen bestehender Überkapazitäten darunter teilweise bis heute.

Donnerstag, 23.02.2017, 07:02 Uhr

Angesichts dieser Not an Rhein und Ruhr kann man sich auch lebhaft vorstellen, wie viele Gegner sich Münster mit der Entscheidung gemacht hat, den eigenen Restmüll, pardon die Sortierreste in den Niederlanden zu verbrennen.

Dies wiegt um so mehr, als Münsters Entsorgungsweg alles andere als konsequent ist.

Eigentlich wurde die Müllsortieranlage in Coerde als Alternative zur Müllverbrennung gebaut. Jetzt wird für viel Geld erst sortiert und Sortiertes dann im großen Stil verbrannt. Es droht eine heftige Kontroverse – und Münster mittendrin.

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