Busbrand auf der A9
Rettungsgasse bei Unfällen: Jede Sekunde zählt

Unfall-Ermittler suchen am Tag nach dem verheerenden Busbrand auf der Autobahn 9 nach dessen Ursache. Politiker planen härtere Strafen für die Rettungsgassen-Blockierer. Auch die Vorschriften für Notbrems-Assistenten könnten verschärft werden. Ein Kommentar.

Mittwoch, 05.07.2017, 06:07 Uhr

Busbrand auf der A9 : Rettungsgasse bei Unfällen: Jede Sekunde zählt
Ein Notarztwagen versucht sich einen weg durch die Rettungsgasse zu bahnen. Foto: dpa

Bei schweren Unfällen entscheiden Minuten oder sogar Sekunden über Leben und Tod. Rettungskräfte müssen daher so schnell wie möglich an den Einsatzort gelangen können. Das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer konterkariert jedoch das allgemeine Wissen um diese Dringlichkeit. Denn die Einsatzkräfte sind auf das Mitdenken und -wirken anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen. Und genau daran mangelt es in der Praxis.

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Obwohl es selbstverständlich sein sollte, im Falle eines Staus eine Rettungsgasse zu bilden, häufen sich die alarmierenden Meldungen von gravierendem Fehlverhalten vieler Verkehrsteilnehmer. Die anhaltende öffentliche Debatte um Gaffer und körperliche Angriffe auf Einsatzkräfte scheint keine nachhaltige Wirkung zu entfalten.

Hohe Bußen funktionieren in Österreich

In Österreich klagen Rettungskräfte über derlei Probleme nicht. Aufklärung und abschreckend hohe Strafen von bis zu 2000 Euro haben offenbar zu einer Disziplinierung der Autofahrer geführt. Und auch wenn der reflexhafte Ruf nach höheren Strafen populistisch klingen mag, scheinen diese in unserem Nachbarland zu dem gewünschten Effekt geführt zu haben.

Angesichts der Mischung aus Unwissenheit über das richtige Verhalten in Stau-Situationen einerseits und Mutwilligkeit sowie Beratungsresistenz andererseits, sollten diese auch hierzulande eine Option sein.

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