Ein Anfang – nicht mehr
„Masterplan Verkehrsinfrastruktur“

Dass die Prüfung einer City-Maut, wie sie CDU und Grüne neben anderem fordern, zu einem Proteststurm führen würde, war zu erwarten. Alles andere wäre wohl zu blauäugig gewesen. Was jedoch im allgemeinen Getöse nicht heißt, dass deshalb alles schlecht sein muss, was Schwarz-Grün in Sachen Verkehr in ihrem Papier anregt oder zur Prüfung vorschlägt. Auch wenn Münsters CDU mit Blick aufs Auto dabei frühere Positionen klaglos räumt.

Samstag, 08.07.2017, 13:07 Uhr

Ja, es ist in der wachsenden Stadt zwingend, sich grundlegend über die Verkehrsströme der Zukunft Gedanken zu machen. Denn schon jetzt sind Straßen teils verstopft. Und es dürfte bei mehr als 20 000 Neubürgern in den nächsten Jahren nicht besser werden. CDU und Grüne liefern mit ihrem Papier auf breiter Basis angelegt einen fast überfälligen Einstieg in diese Diskussion – in die natürlich auch der Straßenbahn-Vorschlag der SPD gehört. Es muss über alles nachgedacht werden, was Anreize bieten kann, das Auto stehen zu lassen. Eine kostenpflichtige Benutzung der Straße als Steuerungselement kann dabei nur letztes Mittel sein, alles andere wäre Hilflosigkeit.

Ein Masterplan liegt jetzt nicht auf dem Tisch, allenfalls ein Arbeitskatalog – immerhin ein Einstieg in die Debatte um ein fortschrittliches, visionäres Verkehrskonzept. Ohne diesen Anfang geht es aber nicht.  Dirk Anger

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