Kommentar zur Kitaplatz-Vergabe
Verfahren am Pranger

Sollte das Urteil des Verwaltungsgerichts in höherer Instanz Bestand haben, bekommt die Stadt mit der ohnehin schwierigen Vergabe der Kitaplätze eine Menge Arbeit. Das System, so sehen es die Richter, hält rechtlicher Prüfung nicht stand, sie rügen undurchsichtige Kriterien.

Freitag, 21.07.2017, 19:07 Uhr

Bisher hat die Verwaltung eine Klage wie diese durch Vermittlung in Einzelfällen vermeiden können. Nachdem die erste Familie nun ein Urteil erwirkt hat, steht das komplette Verteilverfahren am Pranger. Die Kritik von Eltern daran ist nicht neu: Sie müssen sich im Onlineportal, dem städtischen Kita-Navigator, bewerben, es bleibt aber nötig, auch bei den Einrichtungen vorzusprechen, denn diese entscheiden, welche Kinder berücksichtigt werden.

Die Stadt dürfte es noch heftiger in Bedrängnis bringen, dass das Gericht nur Plätze für zumutbar hält, die in 15 Minuten von der Wohnung aus erreichbar sind. Das erhöht den Druck besonders im Bezirk Mitte, wo die meisten Plätze fehlen.

Karin Völker

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