Kommentar zur Bahnhofstraße
Eine Zumutung

Was die Anlieger an der Bahnhofstraße Tag für Tag zu Gesicht bekommen, ist – da gibt es nichts zu beschönigen – eine Zumutung. Damit sind nicht die Obdachlosen gemeint, die sich hier seit den 1990er-Jahren aufhalten und die überwiegend gut mit der Nachbarschaft auskommen. 

Dienstag, 25.07.2017, 20:07 Uhr

Kommentar zur Bahnhofstraße : Eine Zumutung
Drogen, Lärm und Müll – die Anlieger der Kleinen Bahnhofstraße verlieren die Geduld. Foto: privat

Eine Zumutung ist vielmehr der für jedermann sichtbare Drogenhandel und Drogenkonsum. Vor den Augen der Öffentlichkeit lungern hier die Dealer herum, warten auf Kunden, die sich mit Stoff versorgen. Wer das sieht, könnte schnell zur Einschätzung kommen, dass sich hier ein rechtsfreier Raum gebildet hat – mitten im schicken, reichen Münster.

Stadt und Polizei betonen einmütig, dass das nicht der Fall sei, dass sie regelmäßig Präsenz zeigen und, falls erforderlich, auch eingreifen. Die Anlieger haben einen anderen Eindruck. In den kommenden Monaten werden sich die Behörden an ihrer Aussage, ausreichend zu tun, messen lassen müssen.  

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