Baustelle Willingrott
Kein gutes Gefühl

Das Neubauprojekt am Willingrott hat einen schweren Stand: Der Widerstand der Nachbarn ist hartnäckig, ihre Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn die Stadt mit etwas mehr Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft einen Konsens erzielt hätte – ein kleineres Wohnheim, Verzicht auf die Kita – hätte sich ein juristisches Tauziehen womöglich von Anfang an verhindern lassen.

Dienstag, 29.08.2017, 09:08 Uhr

Der Stimmung in der Nachbarschaft ist dieses Hin und Her jedenfalls nicht förderlich. Indem die Stadt die Bauarbeiten trotz Klage gegen die Baugenehmigung beginnen ließ, spielte sie mit dem Risiko, im Fall einer juristischen Niederlage das Ganze zurückbauen zu müssen. Dass mit dem längst angekündigten Beginn der Bauarbeiten so lange gezögert wurde, mag verschiedene Gründe haben: Der Eindruck, dass sich die Beteiligten mit der Sache nicht wohlfühlen, lässt sich kaum von der Hand weisen.

Durch die neue Entwicklung scheint der Weg nun frei zu sein. Soll das Flüchtlingsheim aber tatsächlich 2018 eröffnen, müssen bis dahin noch einige Wogen geglättet werden.

Lukas Speckmann

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