Kommentar zur Naturschutzgesetz-Debatte in NRW
Nur mit den Beteiligten

Die Wahlniederlage der rot-grünen Landesregierung hatte viele Ursachen – eine davon war sicher das Unverständnis, mit dem der ehemalige Landwirtschaftsminister Johannes Remmel über die Anliegen der im ländlichen Raum lebenden und arbeitenden Menschen hinweg entschied. 

Donnerstag, 07.09.2017, 21:09 Uhr

Kommentar zur Naturschutzgesetz-Debatte in NRW: Nur mit den Beteiligten
Foto: dpa

Sowohl das von Rot-Grün veränderte Landesjagd-Gesetz als auch das – eher weniger laut diskutierte – Landesnaturschutzgesetz wurden von Remmel zwar formell im geordneten Anhörungsverfahren erarbeitet, eine echte Beteiligung der betroffenen gesellschaftlichen Gruppen im Sinne einer fach­lichen Mitwirkung gab es aber nicht.

Es ist ein ehrenwertes Ziel, die Artenvielfalt in einem der am dichtesten besiedelten und bewirtschafteten Räume der Welt zu bewahren oder – im besten Fall – wieder zu erhöhen. Doch wirk­samer Naturschutz geht nicht ohne die Beteiligung derer, die im ländlichen Raum leben und wirken und in deren Eigentum staatliches Handeln auch immer eingreift.

Das weiß auch die neue Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking . Ihr ist es aufgegeben, einen echten Ausgleich zwischen den divergierenden Interessengruppen herbeizuführen. Fest steht: Naturschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Doch die Ministerin hat jetzt die Zeit, ohne ideologische Scheuklappen ein gutes und zielführendes Gesetz auf den Weg zu bringen.

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