Kommentar
Neuer Präsident in Simbabwe: Ein Funken Hoffnung

Simbabwes neuer Präsident ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt: Über Jahrzehnte gehörte er zum engen Kreis um den Despoten Robert Mugabe, war als Minister verantwortlich für Bereiche der Misswirtschaft, die das Land in den finanziellen Ruin trieb. 

Freitag, 24.11.2017, 18:11 Uhr

Kommentar: Neuer Präsident in Simbabwe: Ein Funken Hoffnung
Simbabwes neuer Präsident Emmerson Mnangagwa (M.) in Harare als neuer Präsident vereidigt. Foto: Ben Curtis/AP/dpa

Und zweifellos hat er auch gewusst, dass der Mugabe-Clan die ehemalige Kolonie zum eigenen Nutzen ausbeutete. Ein Hoffnungsträger für den entscheidenden Wandel ist Emmerson Mnangagwa deshalb sicherlich nicht.

Dennoch lässt er gleich zu Beginn seiner Präsidentschaft einen Funken Hoffnung aufflackern. Sein Versprechen, die Landwirtschaft wieder in Schwung zu bringen, wird zum Gradmesser seines Erfolges werden. Denn dies hieße für viele Menschen in Simbabwe, dass die Preise für Lebensmittel sinken könnten, dass sie vielleicht weniger Not leiden.

Zentraler Punkt für den Fortschritt wird aber sein, dass sich das Land in puncto Bildung, Arbeitsmarkt und Menschenrechte besser aufstellt. Erst dann werden wohl auch die Millionen Simbabwer, die vor Mugabes Willkür nach Südafrika geflüchtet sind, zurückkehren.

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