Nordkorea-Konflikt
Ein zartes Pflänzchen

Die jüngsten An­näherungsversuche zwischen Süd- und Nordkorea sind ein zartes Pflänzchen nach einem langen harten Winter. Einerseits machen sie Hoffnung auf eine graduelle Normalisierung der Beziehungen zwischen den Bruderstaaten. Andererseits sind sie so ­fragil, dass größte Vorsicht geboten ist. 

Dienstag, 09.01.2018, 18:01 Uhr

Nordkorea-Konflikt: Ein zartes Pflänzchen
Südkoreas Vereinigungsminister und Delegationsleiter Cho Myoung Gyon (l) und sein nordkoreanischer Amtskollege Ri Son Gwon geben sich im südkoreanischen Panmunjom die Hand. Unterhändler aus Süd- und Nordkorea haben die ersten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit zwei Jahren begonnen. Foto: Yonhap/AP/dpa

Eine einzige Äußerung oder ein un­bedachter Schritt reichen, um diesen jungen Trieb zu zerstören. Allzu häufig wurden in der Vergangenheit von nordkoreanischer Seite Anlässe gefunden, ein friedliches Miteinander infrage zu ­stellen. Überraschend kommt vor allem der Zeitpunkt der Annäherung. Denn der wichtigste strategische Partner Südkoreas sind seit Jahrzehnten die USA, denen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seit Monaten immer wieder unverhohlen mit der Reichweite seiner Nuklearraketen droht. Ob die Annäherung nur ein Schachzug zu den Olympischen Spielen oder wirklich nachhaltig ist, muss sich erst noch herauskristalli­sieren.

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