Kommentar: Neue Wege beim Friedenspreis
Außenposten der Demokratie

Keine Persönlichkeiten, sondern erstmals drei Staaten: Im 20. Jahr des Westfälischen Friedenspreises beschreitet die Wirtschaft­liche Gesellschaft für West­falen und Lippe neue Wege. Ausgezeichnet mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens werden also die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Mittwoch, 17.01.2018, 20:13 Uhr

Kommentar: Neue Wege beim Friedenspreis: Außenposten der Demokratie
Am 17. Januar 2018 verkünden Markus Lewe und Dr. Reinhard Zinkann (Vorsitzender Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe) bei einer Pressekonferenz im Rathaus Münster, wer 2018 den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens bekommt. Foto: Gunnar A. Pier

Was auf den ersten Blick verwundert, erschließt sich bei näherem Hin­sehen. Fast 30 Jahre nach dem Zerfall des sogenannten Ostblocks präsentieren sich die drei früheren Sowjetrepubliken als europäische Muster­knaben – und Vorreiter in Sachen Digitalisierung.

Innerhalb kürzester Zeit ist es Esten, Letten und Litauern gelungen, stabile demokratische Strukturen zu etablieren, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft zum Maßstab gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Handelns zu machen und als überzeugte Europäer aufzutreten. Also: eine rundum gute Wahl.

Gleiches gilt für den zweiten Preisträger. Die Pfadfinder – immerhin weltgrößte Jugendbewegung – wollen zu einer friedensorientierten Ent wicklung junger Menschen beitragen. Gerade in der gegenwärtig eher unfriedlichen Zeit ist das eine lohnende Investition in die Zukunft. Elmar Ries

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