Kommentar
Familien-(und)-freundliche Stadt? Trauriges Bild

Letztlich ist die Problematik der mangelnden Wohnungsangebote, die für alle gilt, aber Familien besonders hart trifft, nur Teil eines Bildes, dass sich für Eltern ergibt, die in Münster aus der Elternzeit kommen.

Donnerstag, 01.03.2018, 08:00 Uhr

Kinder machen Krach, sorgen für Unordnung und kaputt geht auch schon mal etwas. Aus diesem Blickwinkel ist es also verständlich, dass so mancher Vermieter lieber Alleinstehende oder kinderlose Paare in seinen Wohnungen unterbringt. Auch, weil zwar einerseits immer mehr Menschen in Großstädten leben möchten, sich aber andererseits immer häufiger von Verkehr, Veranstaltungen, Bauprojekten oder eben Nachbarn gestört fühlen. Zunehmende Beschwerden über andere sind zur Visitenkarte unserer ich-bezogenen Gesellschaft geworden.

Letztlich ist die Problematik der mangelnden Wohnungsangebote, die für alle gilt, aber Familien besonders hart trifft, nur Teil eines Bildes, dass sich für Eltern ergibt, die in Münster aus der Elternzeit kommen. Bis dahin haben Staat und Stadt mit Elterngeld und Betreuungsangeboten bestens für die Familie gesorgt. Plötzlich aber fehlen neben Wohnungen auch Kita- oder ortsnahe Schulplätze. Für die Eltern heißt das bestenfalls noch mangelnde finanzielle Planbarkeit, schlimmstenfalls aber auch echte Existenzangst. Stadt und Rat sind hier gefragt. Nicht nur ein bisschen, nicht Stück für Stück – sondern endlich mit vollem Einsatz.

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