Kommentar
Kein Platz mehr für Gabriel: Nicht frei von Tragik

Talentiert bis in die Haarspitzen, ein politisches Schwergewicht, ein Homo politicus, wie er im ­Buche steht, noch dazu ausgestattet mit Top- ­Beliebtheitswerten im Volk – und doch gescheitert an sich selbst. 

Donnerstag, 08.03.2018, 19:03 Uhr

Kommentar: Kein Platz mehr für Gabriel: Nicht frei von Tragik
Sigmar Gabriel scheidet aus dem Kabinett aus. Foto: Marijan Murat/dpa

Sigmar Gabriel fällt in der neuen großen ­Koalition zurück in den Status eines einfachen Abge­ordneten. Dass für den Goslarer im Kabinett kein Platz mehr ist, hat er sich selbst zuzuschreiben; insofern trägt sein Karriere-Ende durchaus tragische Züge.

Impulsiv, polternd, launisch – so kennt die SPD ihren früheren Frontmann Gabriel. Der aber im Amt des Parteichefs zweimal, 2013 und 2017, eine Kanzlerkandidatur verweigerte. Mit andauernden Nadelstichen gegen seinen Wunsch-Nachfolger Martin Schulz selbst in der ­heißen Wahlkampfphase verspielte Gabriel in der SPD sehr viel Vertrauen, sein Verhältnis zur neuen starken Führungsfigur der Genossen, zu Andrea Nahles, gilt schon seit Jahren als irreparabel.

Trotz aller Tüchtigkeit und Beliebtheit als Außen­minister – es war einfach naiv zu glauben, er könne sich dieses Spitzenamt hinüberretten in eine neue Regierung. Nahles und Scholz machen nun Ernst; personell leiten sie eine Zeitenwende mit Nägeln und Köpfen ein.

Vizekanzler Sigmar Gabriel in Münster

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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
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  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Oliver Werner
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: Ralf Repöhler
  • Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zog am Dienstag in Münster für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf. Foto: rr
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