Kommentar: Nach der Bluttat
Münster steht zusammen

(Aktualisiert) Ausgerechnet Münster. Ausgerechnet die Friedensstadt. Es ist der erste warme Frühlingstag. Zehntausende gehen in die Sonne, bummeln durch die Gassen, sitzen im Biergarten – auch im Kiepenkerlviertel. Genießen Münster, genießen das Leben. Aus heiterem Himmel werden sie Opfer eines Verrückten.

Sonntag, 08.04.2018, 15:04 Uhr

Kommentar: Nach der Bluttat: Münster steht zusammen
Foto: dpa

Stets war von einer abstrakten Terrorgefahr die Rede. Wir hatten es alle trotzdem nie für möglich gehalten. Die Amokfahrt reißt uns aus der Idylle. So brutal nah. Mitten unter uns.

Münster – die Stadt der Wissenschaft und Lebensart – ist weltoffen, bunt und tolerant. Daran wird dieser schreckliche 7. April 2018 nichts ändern. Der schwarze Schicksalstag lässt die Stadtgesellschaft noch enger als sonst zusammenstehen.

Nach der Amokfahrt in Münster

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  • Blumen werden am Tatort niedergelegt, Kerzen angezündet: Ein Mann war am 07.04. mit einem Kleintransporter vor der Gaststätte «Großer Kiepenkerl» in der Altstadt in eine Gruppe von Menschen gerast und hat zwei von ihnen getötet.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, läuft am Sonntagvormittag zum Tatort.

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: dpa
  • Der Täter steuerte nach vorliegenden Informationen den Platz, der dann zum Tatort wurde, über  die Straßenachse Bogenstraße/Spiekerhof an. Normalerweise ist eine Zufahrt von dieser Seite aber nicht möglich, da Poller die Zufahrt versperren.

    Erreichbar ist der Platz am Kiepenkerl sowie die benachbarte Straße „Wegesende“ nur über eine kleine Stichstraße, die zwischen der  Apostelkirche und dem Eiscafé Macellum verläuft. Diese Stichstraße ist derzeit wegen Bauarbeiten aber gesperrt. Ersatzweise wurde der Platz am Kiepenkerldenkmal nach Süden, also zum Spiekerhof hin geöffnet.

    Foto: dpa
  • Ein Moment absoluter Stille.

    Foto: Oliver Werner
  • Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

    Foto: dpa
  • Nationale und internationale Medien sind versammelt, um die Stellungnahmen der Politiker aufzunehmen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Minister tragen sich ins Kondolenzbuch ein.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
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  • Ein Moment absoluter Stille. Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

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  • Auf fast allen Fußballplätzen in Münster fand am Sonntag eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom Samstag statt. Mehrere Mannschaften, wie etwa Westfalenligist 1. FC Gievenbeck, trugen einen Trauerflor. auf dem Bild sind die Kicker von Westfalia Kinderhaus vor der Partie gegen den TuS Recke am Anstoßkreis zu sehen. 

    Foto: Thomas Rellmann
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  • Maria Dickmann: Ich habe heute die Stille in der Lamber-tikirche gesucht und Kerzen aufgestellt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Hermann-Josef Danicki: Man darf nicht immer im Bewusst-sein haben, woher wohl das nächste Auto kommt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Johanna Markmann: Ich bin das erste Mal seit Samstag in der Stadt. Es ist ein mulmiges Gefühl.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Ali Zandi: Wenn ich mit dem Taxi dort vorbeifahre, werde ich immer daran denken.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Gemischte Gefühle hat Dr. Rainer Zirbeck bei seiner Kaffeepause vor einem Café am Drubbel.

    Foto: Gabriele Hillmoth

Als das UKM spontan um Blutspenden bittet, kommen Hunderte zu den Bettentürmen. Viele kümmern sich um Menschen, die nicht zurück in ihre Wohnungen können. Unzählige Kerzen brennen abends am Aasee, Hunderte gehen zum Gottesdienst in den Dom. 

Der feige Amokfahrt brennt sich in unser Gedächtnis ein. Das friedvolle und mitfühlende Münster wird sie nicht verändern. Ganz im Gegenteil.

Nach Amokfahrt in Münster: Seehofer und Laschet gedenken der Opfer

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