Kommentar
Großkoalitionäre Gipfelstürmer: Taten statt Tamtam

Teambuilding statt Tamtam, Vertrauensbildung statt verbaler Schaumschlägerei. Die Berliner Großkoalitionäre wollen, quasi gipfelstürmend, nach zäher Regierungsbildung endlich in die Gänge kommen und ins Werk setzen, was sie zuvor als Ergebnis ihrer Sondierungen und Verhandlungen zu Papier gebracht hatten. Gut so.

Montag, 07.05.2018, 20:05 Uhr

Kommentar: Großkoalitionäre Gipfelstürmer: Taten statt Tamtam
Gaben sich betont locker: Alexander Dobrindt (M.), Landesgruppenchef der CSU im Bundestag, Andrea Nahles, Bundesvorsitzende der SPD, und Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, stehen auf der Zugspitze vor Beginn einer Klausurtagung von Union und SPD. Foto: Sven Hoppe/dpa

Dass das Wohnen in einem prosperierenden Wohlfahrtsstaat wie der Bundesrepublik zur neuen sozialen Frage zu werden droht, ist schlicht inakzeptabel. In­sofern setzen die regierenden Volksparteien die richtigen Akzente, wenn sie dieses Thema vorrangig behandeln und mit einem Baukindergeld sowie einer verschärften Mietpreisbremse in den ihnen zur Ver­fügung stehenden Werkzeugkasten greifen.

Dass eine dauerwahlkämpfende CSU, insbesondere in Person von Herrn Dobrindt, noch einiges an Sand ins Bündnis-Getriebe streuen dürfte, wird niemanden überraschen. Jenseits seiner kritikwürdigen Vokabular-Wahl greift er aber unzweifelhaft Sorgen und Befindlichkeiten in der Bevölkerung auf. Und die SPD hat beileibe eigene Schwierigkeiten: Die 17-Prozent-Umfragen weisen ihr noch lange keinen Weg aus der schweren Krise.

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