Kommentar: WM-Aus für Deutschland
Einfach nur kläglich

Kläglich. Der Weltmeister ist raus aus dem Turnier, Deutschland ist kolossal gescheitert. Mission Titelverteidigung? Mission impossible. Selbst die größten Kritiker hatten nicht damit rechnen können, dass die Mannschaft von Trainer Joachim Löw das Aus als Gruppenletzter in der Vorrunde ereilen würde.

Mittwoch, 27.06.2018, 18:38 Uhr

Kommentar: WM-Aus für Deutschland: Einfach nur kläglich
Foto: Matthias Ahlke

Schwach zum Auftakt gegen Mexiko, ein Anflug von Hoffnung nach dem Last-Minute-Sieg über Schweden, rat- und ideenlose Nationalspieler gegen den Fußball-Winzling Südkorea. Raus ohne Applaus. Eine Blamage. Für den deutschen Fußball ist das ein Debakel.

"Die Mannschaft" war keine Mannschaft

Jeder hatte mit sich genug zu tun. Von Sami Khedira bis Thomas Müller, von Mesut Özil bis Ilkay Gündogan. „Die Mannschaft“, wie der DFB die Nationalelf aus PR-Gründen nennt wird, war keine Mannschaft. Erst das Turnier zeigte die Überspieltheit einiger Deutscher, den Grad ihrer Sattheit, das Fehlen des vor vier Jahren noch unbändigen Hungers nach dem Pokal.

Mit Pauken und Trompeten gescheitert

Deutschland ist gescheitert, mit Pauken und Trompeten. Bis auf die Emotion, die mit dem Erfolg über Schweden noch einmal angefeuert wurde, wird nichts Gutes von diesem Turnier übrigbleiben. Es war am Ende kläglich. Einfach nur kläglich.  

Deutschland gegen Südkorea: Das WM-Vorrundenspiel in Bildern

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  • Die Ausgangslage vor dem Anpfiff: Bei einem Sieg mit zwei Toren Abstand wäre die DFB-Elf sicher im Achtelfinale.

    Foto: Ina Fassbender
  • Die Fans der deutschen Nationalmannschaft waren zuversichtlich, dass das Turnier für ihre Mannschaft nach dem Spiel gegen Südkorea weitergeht...

    Foto: Christian Charisius
  • Dieser Elf schenkte Bundestrainer Joachim Löw sein Vertrauen.

    Foto: Ina Fassbender
  • Gespannt, ob ihre Taktik ausgeht war das deutsche Trainerteam mit (v.r.) Joachim Löw, Marcus Sorg aus Deutschland und Thomas Schneider

    Foto: Christian Charisius
  • Keine Chance auf ein Weiterkommen hatte die Mannschaft aus Südkorea.

    Foto: Ina Fassbender
  • Vorfreude verspürten diese deutschen Fans vor Spielbeginn.

    Foto: Christian Charisius
  • Für die deutschen Fans stand vor Anpfiff fest: Der amtierende Weltmeister kommt ins Achtelfinale.

    Foto: Chen Yichen
  • Grüße aus dem Münsterland für „Die Mannschaft“.

    Foto: Christian Charisius
  • Die südkoreanischen Fans hofften sich derweil einfach auf ein unterhaltsames Spiel...

    Foto: Michael Probst
  • Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine koreanische Frau Soyeon Kim verfolgten das Spiel von der Tribüne aus.

    Foto: Christian Charisius
  • Dieses Mal nicht in der startelf - aber trotzdem gut gelaunt: Thomas Müller (r.) - hier mit Sebastian Rudy.

    Foto: Andreas Gebert
  • Impression aus der Kasan-Arena.

    Foto: Christian Charisius
  • Tribünengast war bei diesem Spiel Deutschlands Abwehrspieler Jerome Boateng, der für dies Partie gesperrt war.

    Foto: Christian Charisius
  • Die Ausgangslage: Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Südkorea bringt das Team von Bundestrainer Joachim Löw auf jeden Fall in die nächste Runde. Eine Niederlage mit zwei oder mehr Toren Differenz bedeutet das sichere Aus.

    Foto: Christian Charisius
  • Leider jedoch präsentierte sich die deutsche Elf in einer Verfassung, die eines Weltmeisters unwürdig war.

    Foto: Sergei Grits
  • Neu im Team war Leon Goretzka , der hier zum Kopfball hochgeht.

    Foto: Andreas Gebert
  • Zurück in der Startelf nach seiner Verletzung war Mats Hummels - hier im Duell mit Südkoreas Starspieler Heung-Min Son.

    Foto: Ina Fassbender
  • Angespannt war natürlich auch Bundestrainer Joachim Löw.

    Foto: Christian Charisius
  • Seine Spieler - wie hier Stürmer Timo Werner - taten sich schwer, erfolgversprechende Angriffe zu initiieren.

    Foto: Christian Charisius
  • Unter Druck geriet in dieser Szene Deutschlands Keeper Manuel Neuer.

    Foto: Ina Fassbender
  • Redebedarf: Deutschlands Offensivakteuer Marco Reus (M.) diskutiert mit Schiedsrichter Mark Geiger aus den USA.

    Foto: Christian Charisius
  • Ungläubig reagierten die deutschen Spieler in dieser Szene auf eine verpasste Torchance.

    Foto: Ina Fassbender
  • Die Zeit drängte für das DFB-Team - ein Tor musste her.

    Foto: Andreas Gebert
  • Doch Südkoreas Torhüter Torwart Hyeonuh Jo bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand.

    Foto: Sergei Grits
  • Die Partie blieb weiter umkämpft - hier versucht Deutschlands Abwehrspieler Niklas Süle (r.) den Ball zu erobern.

    Foto: Andreas Gebert
  • Kurz vor Spielende der entscheidende Rückschlag für das DFB-Team: Südkorea ging in der 92. Spielminute in Führung.

    Foto: Christian Charisius
  • Gefeiert wurde der Torschütze Young-Gwon Kim.

    Foto: Christian Charisius
  • Nachdem die deutsche Mannschaft in der 96. Spielminute einen weiteren Gegentreffer kassiert hatte, war das WM-Aus Deutschlands besiegelt. Sehr zum Ärger von Thomas Müller.

    Foto: Andreas Gebert
  • Auch Toni Kroos konnte das Ausscheiden nicht verhindern.

    Foto: Christian Charisius
  • Bundestrainer Joachim Löw (l) beglückwünschte Südkoreas Trainer Taeyong Shin.

    Foto: Christian Charisius
  • Ein trauriger Abgang für Deutschlands Trainer Joachim Löw.

    Foto: Ina Fassbender
  • Die deutschen Fans waren untröstlich nach dem WM-Aus.

    Foto: Andreas Arnold

Deutschland - Südkorea: Einzelkritik der deutschen Spieler

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  • Manuel Neuer - Note: 4,5:

    Großer Patzer in der ersten Halbzeit: Sein Versuch, den Freistoß von Jung zu fangen, wurde zum missglückten Volleyball-Hechtbagger – den Abpraller boxte er ins Toraus. Nach der Pause hauptsächlich als Libero vor dem eigenen Tor aktiv. Beim ersten Gegentor machtlos, vor dem Zweiten produzierte er in der gegnerischen Hälfte den Ballverlust.

    Foto: Christian Charisius
  • Joshua Kimmich - Note: 5:

    Einige unnötige Ballverluste, mehrere Flanken aus unbedrängter Position ins Nichts. Nach der Pause immerhin unauffälliger.

    Foto: Andreas Gebert
  • Mats Hummels - Note: 4:

    Hinten erst kaum gefordert, vorne mit einem zu optimistischen Dribbling-Versuch im gegnerischen Fünfmeterraum gegen vier Mann. Vergab kurz vor Schluss die Riesen-Kopfballchance zum Sieg.

    Foto: Ina Fassbender
  • Niklas Süle - Note 3,5:

    Sicher in der ersten Halbzeit, bekam mehr Stress, als das Spiel nach der Pause offener wurde und die Südkoreaner ihre Wendigkeit einsetzten. Lief aber einige Konter gut ab.

    Foto: Christian Charisius
  • Jonas Hector Note 4,5:

    Defensiv solide, offensiv zu zurückhaltend und wirkungslos.

    Foto: Ina Fassbender
  • Sami Khedira - Note: 4,5:

    Fing schlecht mit einem Ballverlust an, sorgte dann im Zentrum zumindest für ein paar Balleroberungen. Sein Beitrag zum Offensivspiel blieb aber gering – und bei einigen wie gegen Mexiko fehlgeschlagenen Dribblings kontraproduktiv.

    Foto: Li Ga
  • Toni Kroos - Note 5:

    Riss in der ersten Halbzeit mit klugen Pässen zumindest ab und an eine Lücke. Mit zunehmender Spieldauer fehleranfälliger: Produzierte Ballverluste, lief nicht hinterher. Suchte am Ende oft selbst den Abschluss – erfolglos. Gab durch die Beine von Süle die Vorlage zum 0:1.

    Foto: Andreas Gebert
  • Leon Goretzka - Note 5:

    Dass er seine Chance erhielt, hat viele verwundert – zu Recht. Der Ex-Schalker zeigte keine WM-Reife, bot sich viel zu wenig an auf dem rechten Flügel, verlor die Bälle zu oft, wenn er sie mal hatte. Einzige gute Aktion: Ein gewonnener Zweikampf in der gegnerischen Hälfte. Vergab nach der Pause eine große Kopfballchance.

    Foto: Ina Fassbender
  • Mesut Özil - Note: 4:

    Seine erste Aktion war ein gewonnener Zweikampf im eigenen Strafraum –zu Beginn merkte man ihm den Willen an, die Dinge besser zu machen. Manchmal brachten überraschende Drehungen Platz, dann spielte er aber unerreichbare Steilpässe ins Toraus. Mit fortschreitender Spieldauer immer weniger zu sehen.

    Foto: Christian Charisius
  • Marco Reus - Note: 4,5:

    Ein Schatten seiner selbst im Vergleich zu den Auftaktspielen. Unglücklich in seinen Aktionen, geblockt bei seinen Schussversuchen. Machte mit fehlender Übersicht, als er nach dem Goretzka-Ballgewinn nicht den völlig freien Werner anspielte, die potenziell beste Chance im ersten Durchgang zu Nichte. Nach der Pause zweimal gut im Kombinationsspiel, aber zu selten mit Tempo in seinen Aktionen.

    Foto: Christian Charisius
  • Timo Werner - Note: 4,5:

    Wenn die Passmaschine Deutschland im Einschlafmodus läuft wie gegen Südkorea, ist Werner im Zentrum abgemeldet, weil seine Stärke, die Schnelligkeit, nicht zum Tragen kommt. Vor der Pause nur gefährlich, wenn er auf den Flügel ausbrechen konnte. Als er endlich dort spielen durfte, agierte er zu fahrig und zu hektisch.

    Foto: Christian Charisius
  • Mario Gomez - Note: 4:

    Ihn hatten viele gegen kleine Südkoreaner in der Startelf erwartet – wohl nicht zu Unrecht. Der Stürmer machte Betrieb, scheiterte aber mit einem Kopfball, traf ein weiteres Mal die Kugel nicht. Unglücklich.

    Foto: Andreas Gebert
  • Thomas Müller - Note 5:

    Ballverlust, Fehlpass, Foulspiel – sein Einstieg in die Partie war eine Katastrophe. Und es wurde nicht besser.

    Foto: Andreas Gebert
  • Julian Brandt - – keine Note:

    Kein Pfostenschuss diesmal – und auch sonst keine Offensivaktion. Dafür Ballverluste.

    Foto: Marc Schueler
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