WM in Russland
Der Traum platzt früh

Münster -

Es hätte ein deutsches Superwochenende des Sports werden können, doch der Traum der Fußballer platzte früh. Doch die WM war nicht nur aus deutscher Sicht ein Rückschritt. Bemerkenswert: Auf und neben dem Platz hinterließ Gastgeber Russland Eindruck. Ein Kommentar.

Sonntag, 15.07.2018, 20:09 Uhr

Was bleibt von der WM? Nicht nur aus deutscher Sicht war die Fußball-Weltmeisterschaft ein Rückschritt.
Was bleibt von der WM? Nicht nur aus deutscher Sicht war die Fußball-Weltmeisterschaft ein Rückschritt. Foto: dpa

Aus dem möglichen deutschen Superwochenende des Sports wurde ein fantastischer Samstag. Angelique Kerber triumphierte in Wimbledon, dem Äquivalent zur Fußball-WM im Tennis. In Russland gewann Frankreich den Titel – und das verdient.

Als Kerber ihren Siegeszug antrat, da war Deutschland schon raus, der WM-Traum platzte früh. Viele kleine Fehler häuften sich am Ende zu einem großen Berg von Problemen. Bundestrainer Joachim Löw wollte die Fußballwelt mit einem supermodernen und grenzenlos offensiv ausgerichteten Ballbesitzfußball erobern.

Deutschland stolpert früh

Er stolperte bereits im ersten Spiel, Deutschland scheiterte wegen Löws fehlerbehafteter Taktik und eines unausgewogenen Teams. Zudem lastete die „Erdogan-Affäre“, die von Mesut Özil und Ilkay Gündogan losgetreten worden war, bleiern auf dem fragilen Gebilde. Löw sprach dabei die Selbstherrlichkeit seines Teams an. Da lag er richtig, und er kann nun zeigen, ob das DFB-Team unter seiner Regie – wie Angelique Kerber nach dem „Seuchenjahr“ 2017 – aus einem Tief zurückkehren kann. Bei der EM 2020 zum Beispiel oder 2022 bei der WM in Katar.

Sportlich war die WM die Rückkehr zum Sicherheitsfußball. Risikominimierung, Konterfußball und Standards zu Toren verwerten lautete das Motto. Weltmeister Frankreich und Kroatien machten das perfekt vor, Deutschland fehlte dagegen jede Effektivität.

Hunderte Fans verfolgen das Endspiel der Fußball-WM

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  • Hunderte Fans verfolgen das Endspiel der Fußball-WM Foto: Oliver Werner
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Russland hinterlässt Eindruck

Russlands Gesamtauftritt war eine Sensation bei dieser WM, die Gastgeber erreichten das Viertelfinale. Wladimir Putin und sein Gefolge haben ganze Arbeit verrichtet. Keine Hooligan-Exzesse, WM-würdige Atmosphäre, tolle Stadien, nette Gastgeber. Land und Leute hinterließen Eindruck. Bei Regierung und Funktionären muss weiter genau hingeschaut werden: die horrenden Kosten für die Arenen, die Weiternutzung, Dopingvorwürfe. Alles gehört auf den Prüfstand. Für den Moment gewinnt der Fußball, der positive, langfristige Effekt für Russland ist noch nicht abschließend zu beurteilen.

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