CSU-Parteitag
Die Bayern-Karte

Um Geschlossenheit bemüht, auf Bayern konzen­triert – spät, aber doch scheint die CSU vor dem alles entscheidenden 14. Oktober die Kurve zu kriegen. Ein Kommentar.

Sonntag, 16.09.2018, 18:44 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 18:44 Uhr
 Markus Söder spielt vor der Landtagswahl in Bayern beim CSU-Parteitag die Karte vom stolzen und erfolgreichen Freistaat aus.
 Markus Söder spielt vor der Landtagswahl in Bayern beim CSU-Parteitag die Karte vom stolzen und erfolgreichen Freistaat aus. Foto: dpa

Kein Hackeln mit der Schwesterpartei, kein Poltern gegen Berlin – Markus Söder trumpft auf dem kleinen Parteitag groß auf und spielt geschickt die Karte vom stolzen und erfolgreichen Freistaat aus. „Ja zu Bayern!“ hat die Partei ihr Wahlprogramm überschrieben. Und Bayern soll bitteschön wieder Ja zur CSU sagen.

Sicherheit, Orientierung, Stabilität – in Zeiten wie diesen durchaus populäre Versprechen, mit denen die Christsozialen Vertrauen zurückgewinnen wollen. Stimmenverluste sind nach Krampf und Krisen der vergangenen Monate ausgemacht, doch ein Erdrutsch könnte der Partei, die endlich auch der AfD deutlich die Leviten liest, eventuell erspart bleiben.

Der Frage, warum die über Jahrzehnte so mächtige CSU in Bayern in kurzer Zeit derart ins Wanken geraten und auch Wähler aus der Mitte verlieren konnte, werden Söder, Seehofer und Co. nicht ausweichen können. Das Scherbengericht, das sich nach dem Umfrage-Schock der vergangenen Tage andeutete, ist vorerst aber vertagt. Mit Schwäche gewinnt man keine Wahl.

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