Kommentar
Verkehrsprobleme in NRW: Das ganze Drama

Münster/Düsseldorf -

Wenn „Astro-Alex“ am Montagmorgen von der Raumstation ISS durch die Wolken hätte blicken können – er hätte wohl sogar im All ein imposantes rotes Lichtermeer erkennen können. Alexander Gerst hätte die Abertausenden tapferen Pendler hier unten in Nordrhein-Westfalen erkannt, wie sie sich durch zig Staus von mehr als 400 Kilometern Länge quälen.

Montag, 12.11.2018, 19:45 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 12.11.2018, 19:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.11.2018, 19:45 Uhr
Kommentar: Verkehrsprobleme in NRW: Das ganze Drama
Stillstand auf der B 54 wegen kurzfristigen Markierungsarbeiten. Foto: Bernd Schäfer

Die wissen trotz aller Verzweiflung, dass sie diesem Schicksal an solchen Tagen kaum entkommen können, solange die über Jahre vernachlässigte Infrastruktur nicht erneuert worden ist. Jeder Tag in dieser Bau- und Stau-Dekade mahnt, nicht mehr so fahrlässig damit umzugehen.

Zum ganzen Drama gehört, dass die Bahn erkennbar keine reizvolle Alternative darstellt. Veraltete Technik, Zugmaterial aus den 1980er Jahren – vor allem ein nur als unverbindliches Vorhaben, nicht aber als Leistungsversprechen behandelter Fahrplan machen die Bahn höchstens zum kleineren Übel. Aber nicht zu einer echten Lösung für den Verkehrsinfarkt. Und die Pläne für den RRX vertrösten nur auf später. Die Bahn-Kunden können sich dafür nichts kaufen, sie zahlen nur drauf.

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