Kommentar
Die Sorgenbahn: Neuer Ärger mit der Eurobahn

Schon wieder die Eurobahn. Die Tochter des französischen Keolis-Konzerns ist das größte private Ei­sen­­­bahnunternehmen in Deutschland – und sorgt für den größten Ärger. Mal fehlen Lokführer, dann wieder funktionieren Triebwagen nicht: Die Eurobahn brüskiert Kunden und Auftraggeber gleichermaßen, und das in unschöner Regelmäßigkeit.

Montag, 19.11.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 19.11.2018, 19:15 Uhr
Der Schriftzug "Nicht einsteigen" stehtauf einem eurobahn-Zug.
Der Schriftzug "Nicht einsteigen" stehtauf einem eurobahn-Zug. Foto: Caroline Seidel dpa/lni

Jetzt also will der Zweckverband NWL die Reißleine ziehen. Vertragskündigung, Konzessionsentzug. So weit ist er noch nie gegangen. Bisher hat er allenfalls halbherzig damit gedroht. Nun müssen Taten folgen, sonst präsentiert sich der Verband als zahnloser Tiger. Die Pannenbahn aufs Abstellgleis zu stellen, klingt konsequent. Nur ist niemandem damit gedient, wenn sie Knall auf Fall den Betrieb einstellt – und kein Ersatz­anbieter parat steht. Immerhin fahren 70 000 Menschen täglich Eurobahn .

Der Rauswurf ist die Ultima Ratio. Klüger und stressfreier wäre es, das Vergaberecht zu ändern. Dahingehend, dass nicht automatisch der kostengünstigste Anbieter den Zuschlag bekommt. Das bindet dem Auftraggeber die Hände und führt dazu, dass der Interessent spart, wo es nur geht. Die Folgen sind bekannt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6203413?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
Nachrichten-Ticker