Kommentar
Finger in der Wunde: Neue Absichtserklärung zum Brexit

Münster -

Noch ist die Quadratur des Kreisen in puncto ­Brexit nicht gefunden – daran ändert auch die neue Absichtserklärung beider Seiten nichts. Da mag Theresa May im Unterhaus noch so viel loben und preisen. Vielmehr legt das Papier den Finger sehr genau in die Wunde.

Donnerstag, 22.11.2018, 19:04 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 19:14 Uhr
Kommentar: Finger in der Wunde: Neue Absichtserklärung zum Brexit
Theresa May Foto: dpa

Denn eine freie Handels-, Dienstleistungs- und Finanzzone ist nicht denkbar ohne die Reisefreiheit der Menschen. Waren will man nicht – oder nur stichprobenartig – an den Grenzen überprüfen, die Menschen aber nur mit Visum nach Großbritannien hineinlassen und an den Grenzen hüben wie drüben wieder streng kon­trollieren? Die Absurdität dieser Absicht muss man sich klarmachen.

Fakt ist: Die Brexit-Verfechter haben noch immer nicht verstanden, dass es um eine feine Balance von Pflichten und Rechten auf beiden Seiten geht. Spannend ist jetzt noch ein ganz anderer Aspekt: Was immer May nun aushandelt, wird erst in frühestens zwei Jahren in trockene Tücher gebracht – so lautet die Vereinbarung zur Übergangszeit. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist May dann nicht mehr im Amt. Und dann stehen alle Absprachen vielleicht wieder zur Disposition...

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