SPD im Umfragetief
Immer wieder sonntags

Die leidige Sonntagsfrage – für jeden Sozialdemokraten ein absoluter Stimmungskiller mit Blick auf ein entspanntes Wochenende. Auf nur noch 14 Prozent fiele die SPD zurück, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahlen wären. Ein Ausstieg aus der Regierung würde ihnen nicht helfen. Ein Kommentar.

Freitag, 11.01.2019, 18:40 Uhr
 Mit einem Schwenk hin zu einer neuen Sozialpolitik will die SPD verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
 Mit einem Schwenk hin zu einer neuen Sozialpolitik will die SPD verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Foto: dpa

Sicher, das Politbarometer bleibt eine Momentaufnahme der politischen Stimmungen in Deutschland. Als Beruhigungspille taugt diese Sicht kaum. Die SPD ist in der Zustimmung beim Wahlvolk auf einen historischen Tiefstwert gesunken. Das muss frustrierend, aber mehr noch demütigend sein. Weil die rechtslastige AfD der traditionsreichen Partei von Brandt, Schmidt und Wehner inzwischen zahlenmäßig auf Augenhöhe begegnet. Und das immer wieder sonntags . . .

Schon bei den Europawahlen im Mai wird die Leidensfähigkeit der Genossen auf die Probe gestellt werden. Bis dahin will die Partei mit einem Schwenk hin zu einer neuen Sozialpolitik verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Beispiel: Kindergrundsicherung. Vor allem heißt das aber: den Ruch der Hartz-IV-Politik endlich abzuwerfen.

Trotz aller Umfragetiefs: Der Trost für die Genossen liegt beim Verbleib in der GroKo. Sie bietet derzeit die einzige Bühne für einen glaubhaften Kurswechsel.

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