Kommentar zur Brexit-Abstimmung an der Themse
Was kommt dann?

London -

Realistisch gesehen geht es am Dienstagabend nur um die Frage, wie heftig die Niederlage für die Regierung May in puncto EU-Ausstiegsabkommen sein wird. Denn selbst in den Reihen der konservativen Torys rechnet kaum einer mit einer auch noch so knappen Zustimmung. Aber was kommt dann? Chaos oder Rücktritt vom Brexit? Oder räumt die EU den Briten eine Verlängerung des Verfahrens ein – in der Hoffnung, dass die Vernunft doch noch an der Themse die Oberhand erringt?

Montag, 14.01.2019, 21:48 Uhr
 Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, besucht eine Fabrik des Unternehmens Portmeirion.
 Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, besucht eine Fabrik des Unternehmens Portmeirion. Foto: dpa

Vielleicht zückt einer der EU-freundlichen Konservativen, etwa der blitzgescheite Dominic Grieve , doch noch die Überraschungskarte und beantragt eine Änderung der Beschlussvorlage. Dann käme es nicht zur Abstimmung.

Was auch immer in diesen Tagen an der Themse passiert: Die große Verunsicherung und die tiefe Spaltung in der britischen Gesellschaft werden sich nicht so rasch beheben lassen. Die „Brexiteers“ wie Boris Johnson, David Davis oder Jacob Rees-Mogg müssen sich vorwerfen lassen, ihr eigenes Machtstreben über das Wohl des ­Volkes gestellt zu haben und auch nicht vor der Ver­breitung von Unwahrheiten zurückgeschreckt zu sein.

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