Kommentar
Konjunkturausblick für 2019: Fehlprognosen gehören zum Geschäft

Münster -

Die Finanz- und die anschließende globale Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 waren das bisher größte Desaster der Wirtschaftsforscher. Niemand hatte einen solchen Einbruch vorhergesehen. Auch in „normalen“ Jahren treffen Wachstumsvoraussagen äußerst selten ins Schwarze. Was taugen also Prognosen generell?

Donnerstag, 17.01.2019, 19:16 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 20:05 Uhr
Kommentar: Konjunkturausblick für 2019: Fehlprognosen gehören zum Geschäft
Foto: dpa

Oft sind sie nur Mittel zum Zweck, um politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. So nutzen Wirtschaftsverbände eine in Aussicht gestellte Wachstumsdelle, um Steuersenkungen als Impulsgeber zu verlangen. Eine glänzende Konjunkturprognose unterstützt das Ansinnen der Gewerkschaften, einen kräftigen Schluck aus der Lohnpulle durchzusetzen.

Aktuell bedarf es keiner großen Vorhersage-Künste, um dem jahrelangen Aufschwung ein langsames Ende zu prognostizieren. Doch vage bleibt der Ausblick in jedem Fall: Die Unwägbarkeiten des bevorstehenden Brexits und die Handelsstreitigkeiten an zahlreichen Fronten müssten seriöse Forscher kapitulieren lassen.

Berufen fühlen sich jedoch alle – Traditionsinstitute und Wirtschaftsgurus, ihr Votum abzugeben. Im Rückblick heißt es dann meist, dass Überraschendes nicht einkalkuliert werden konnte – das wiederum überrascht nicht.

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