Kommentar
Eignungstest: Markus Söder ist neuer CSU-Chef

Das war’s dann wohl mit dem Alphatier-Rennen in der CSU, mit dem Männer-Machtkampf, mit Streit und Intrigen-Stadl: Mit Markus Söder hat nun Horst Seehofers Hauptrivale auch das Amt des Parteivorsitzenden übernommen. Söder, der als Polarisierer in den zurückliegenden Jahren immer wieder mit Seehofer aneinandergeriet, hält jetzt alle Fäden in der Hand. 

Sonntag, 20.01.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 18:43 Uhr
Kommentar: Eignungstest: Markus Söder ist neuer CSU-Chef
Wachwechsel beim CSU-Vorsitz: Der Sonderparteitag in München verabschiedet Horst Seehofer (links). Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, ist der neue Parteichef. Mit 87,4 Prozent der Stimmen wählen die Delegierten Söder zum Seehofer-Nachfolger. Foto: Peter Kneffel/dpa

Dass er schon auf dem Sonderparteitag seinen Amtsvorgänger flugs mit dem Etikett Ehrenvorsitzender aufs CSU-Altenteil beförderte, spricht Bände.

Ob Söder für das neue Amt geeignet ist, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Die CSU leidet noch immer unter dem seit 60 Jahren schlechtesten Landtagswahlergebnis, das sie in Bayern den Ruf der unbesiegbaren weiß-blauen Volkspartei gekostet hat. Vom neuen Chef wird erwartet, dass er den Christsozialen wieder zu alter Kraft und Ausstrahlung verhilft. Das „Mia san mia“ klingt aktuell beinahe ängstlich.

Zugute kommt Söder die fast parallel vollzogene Stabübergabe in der CDU. In der Rückkehr zum früheren Schulterschluss liegen große Chancen, auf sachpolitischer Ebene wieder Marken zu setzen und enttäuschte Wähler zurückzugewinnen.

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