Kommentar zum Azubi-Ticket
Überfälliger Schritt

Immerhin: Der Durchbruch für ein landesweites Azubi-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr ist geschafft. Dass das Land dafür einige Millionen Euro in die Hand nehmen muss, lässt erkennen, wie dick das zu bohrende Brett gewesen ist. In ihren Möglichkeiten der Mobilität haben damit Auszubildende und Studierende zumindest formal gleiche Voraussetzungen. Das ist ein überfälliger Schritt.

Mittwoch, 23.01.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 16:45 Uhr
Kommentar zum Azubi-Ticket : Überfälliger Schritt
Foto: Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Allerdings klebt an diesem Durchbruch nicht nur für das Land ein hoher Preis: 82 Euro im Monat für ein landesweites Nahverkehrsticket, auch 62 Euro für ein verbundweites - das stellt viele Auszubildende trotz eigenen Einkommens vor große finanzielle Herausforderungen, die viele nicht alleine schultern können. In Zeiten des Fachkräftemangels bekommen die Arbeitgeber darum sogar ein reizvolles Instrument, sich mit Zuschüssen attraktiv für Bewerber zu machen.

Mit dem Azubi-Ticket verbindet sich die Hoffnung, dass junge Leute auch weitere Wege zur Lehrstelle in Kauf nehmen. Man darf bezweifeln, ob ein solcher Effekt bei diesem hohen Preis überhaupt erreicht werden kann. Das hängt – zumal in ländlichen Region – nicht zuletzt vom passenden Angebot von Bus und Bahn ab.

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