Kommentar
Streit um Abrüstung: Hochbrisanter Wettlauf

Washington macht Ernst: Der INF-Abrüstungsvertrag wird ad acta gelegt. Rüstungskontrolle, Abschreckung, Gleichgewicht der Kräfte – Schnee von gestern. Die USA und Russland steigen nun offiziell in einen neuen Rüstungswettlauf ein. Polen verlangt bereits, umgehend US-Atomraketen in Europa zu stationieren. Dass beide Seiten in einer verbleibenden Frist von sechs Monaten noch eine Einigung erzielen, ist unwahrscheinlich. Hochbrisant: Denn der Kontinent wird zwangsläufig zum Schauplatz des Wettlaufs.

Freitag, 01.02.2019, 21:42 Uhr
Kommentar: Streit um Abrüstung: Hochbrisanter Wettlauf
Demonstranten mit einer Putin und Trump-Maske und einer Merkel-Maske stehen sich mit Raketen-Modellen auf dem Pariser Platz gegenüber. Sie protestieren mit der Aktion gegen das drohende Aus des INF-Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA. Foto: dpa

Deutschland ist noch immer geprägt von erregten Debatten Ende der 70-er/Anfang der 80-er Jahre, als mit dem Nato-Doppelbeschluss amerikanische Pershings gegen russische SS-20 stationiert wurden. Nun gibt es also eine Art Déjà-vu-Erlebnis. Europa steckt wieder einmal in der Klemme – zwischen den Machtansprüchen im Kreml und denen im Weißen Haus.

Russland spielt mit falschen Karten, weil neue, verbotene Marschflugkörper längst existieren. Die USA ihrerseits nehmen diese Vorlage nur allzu dankbar auf. Washington will die Fesseln des INF-Vertrages sprengen – vor allem, weil Peking nicht eingebunden ist. Die Militärmacht China ist gewissermaßen außer Kontrolle.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6363677?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
Münsters Schnäuzer auf Platz eins
Erst am Monatsende wird rasiert. Die Männer von „Münster‘s Finest“ lassen sich für die „Movember“-Bewegung einen Schnäuzer wachsen, um auf die Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im nationalen Ranking bei den Spendengeldern belegen sie Rang eins.
Nachrichten-Ticker