Kommentar
Notstand bei ambulanten Diensten

Geld für 13.000 neue Vollzeitstellen in der Pflege – klingt nach entschlossenem Handeln. Die Grünen würden gerne 25.000 mehr einstellen – das klingt nach Überbieten. Notwendig wären beide Maßnahmen.

Montag, 11.02.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 19:13 Uhr
Kommentar: Notstand bei ambulanten Diensten
Ein Altenpfleger hält die Hand einer pflegebedürftigen Frau. Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpa (Symbolbild)

Doch schon jetzt scheitern die Pflegedienste am Fachkräftemangel, finden für die in NRW zusätzlich benötigten 2700 Kräfte meist keine Bewerber. Bestenfalls können sie ein paar abwerben. Wer sich die aktuelle Lage ansieht, kann die Brisanz kommender Probleme er­ahnen.

Doch wie mehr Personal finden? Der Weg, den viele Kliniken und Dienste eingeschlagen haben, indem sie neue Pflegekräfte in Osteuropa oder Asien rekrutieren, hilft in der akuten Notlage. Um die Krise indes grund­legend zu lösen, müssen sie gleichzeitig sehr viel mehr in Ausbildung investieren.

Die jüngste Beitragserhöhung zur Pflegeversicherung ist deshalb nicht der letzte Schluck aus der Pulle. Aber – ganz nüchtern betrachtet – gilt es diesen steigenden Preis zu zahlen, wenn die Zuwendung für pflegebedürftige Angehörige mindestens teilweise delegiert wird, weil Arbeitnehmer ihr Einkommen sichern müssen – und damit übrigens auch die Wirtschaft.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6385299?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
Ist in Münster Platz für Lastenräder?
Pro & Contra: Ist in Münster Platz für Lastenräder?
Nachrichten-Ticker