Kommentar: Zehn Jahre Inklusion
Entlarvender Alltag

Wir alle kennen das Phänomen: Wenn gesetzliche Auflagen steigen, die erforderliche Verhaltensänderung aber ausbleibt, dann ändert sich nichts. Bestes Beispiel: Die Autos und Flugzeuge werden immer spritsparender, zugleich aber fahren und jetten wir immer mehr durch die Gegend. Ergo gibt es keinen Fortschritt beim Klimaschutz.

Dienstag, 12.02.2019, 19:30 Uhr

Diese Schizophrenie spüren auch die Gehandicapten in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite gibt ihnen der Gesetzgeber mehr Rechte. Behinderte öffentlich auszuschließen oder gar zu diskriminieren, ist ein absolutes Tabu. Auf der anderen Seite werden die Menschen immer hektischer und egoistischer. Wer im Weg steht, wird zur Zielscheibe der Aggression. Im Straßenverkehr gilt das sogar im wortwörtlichen Sinne.

Da hupt der Autofahrer, weil er nicht länger warten will, bis die Oma mit dem Rollator den Zebrastreifen verlässt. Da jagt der Mountainbikefahrer im Zentimeterabstand am Gehbehinderten vorbei, weil dieser noch mit einem Bein auf dem Radweg steht. Es sind die Alltagsszenen, die uns entlarven.

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