Kommentar
„Runder Tisch“ zum Plastikmüll: Ende der Bequemlichkeit

Der Kampf gegen den Plastikmüll ist wichtig und richtig – und er muss an zwei Fronten gefochten werden. Ein Kommentar.

Donnerstag, 28.02.2019, 08:38 Uhr aktualisiert: 28.02.2019, 08:43 Uhr
Kommentar: „Runder Tisch“ zum Plastikmüll: Ende der Bequemlichkeit
Die Bundesbürger produzierten 2016 im Durchschnitt pro Kopf rund 220,5 Kilogramm Verpackungsmüll, ein Höchstwert in Europa. Foto: Klaus Meyer

Zum einen müssen die Handelsketten ihre Verpackungsstrategie grundlegend überdenken. Dass Bundesumweltministerin Schulze dabei zunächst auf Freiwilligkeit setzt , ist in einer liberalen Wirtschaftsordnung selbstverständlich. Doch bringt dieser Weg keinen ausreichenden Erfolg, dann dürfen auch rigorose Verbote nicht ausgeschlossen werden.

Zum Zweiten sind die Verbraucher gefragt, endlich umzudenken. Hochwertige Produkte werden gefordert, mehr Umweltschutz verlangt – und gekauft wird dann letztlich immer die billigste Ware. Nur wenn die Konsumenten bereit sind, für die Abkehr von der leichter handhabbaren Rundumverpackung für Gemüse und von dünnen Plastiktüten für das Obst Unbequemes in Kauf zu nehmen – dann bewegt sich etwas. Dazu zählt auch, dass der Mehrweg-Behälter beim Einkauf immer mit dabei ist, auch wenn es Mühe macht, den später wieder auszuwaschen.

Jahrzehntelang hat sich in Deutschland eine Ex-und-hopp-Mentalität festgesetzt – Händler und Verbraucher müssen diese jetzt schnell überwinden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6426392?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
2:0 gegen Magdeburg: Preußen Münster beendet Sieglosserie
Er kann es noch; Rufat Dadashov (2.v.l.) erzielte wie in Meppen ein Tor, dieses Mal zur 1:0-Führung
Nachrichten-Ticker