Weltfrauentag am 8. März
Ist ein Feiertag für Frauen die Lösung?

Blumen, Sekt und ein Feiertag – das klingt gut. Doch ist dies eine Lösung für die Frauenfrage im Jahr 2019? Wichtiger wären andere Antworten. Ein Kommentar.

Freitag, 08.03.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 09:50 Uhr
Weltfrauentag am 8. März: Ist ein Feiertag für Frauen die Lösung?
Foto: dpa

Der 8. März hat vor über 100 Jahren geholfen, das Thema Frauenwahlrecht nach vorne zu bringen. Doch später in der DDR wirkte das ritualisierte Prost auf die Frauen wie eine Art Notlösung, mit der die Riege der ­regierenden kommunistischen Männer sie mit einem kleinen Lob 364 Tage „bei Laune“ halten wollten. Heute kommt ein Feiertag wie die Festschreibung einer überholten Schieflage daher, denn Benachteiligung und fehlende Repräsentation müssten ja längst vorbei sein.

Um es klarzustellen: Es gibt genug Anlass zum kämpfen. Formal existieren gleiche Rechte, doch der Anteil von Frauen im Bundestag sinkt! Frauen machen die besseren Schulabschlüsse, doch sie trifft Altersarmut stärker. Und wann gibt es einen weltweiten Aufschrei der Regierungen gegen die unsägliche Entrechtung von Frauen in vielen Ländern Afrikas und Asiens, wo sie zum Teil ohne Einwilligung von Männern nicht verreisen dürfen, zwangsverheiratet und brutal verstümmelt werden?

Rosen, Pralinen und ein Feiertag können Frauen ein paar Stunden auf die Bühne heben. Wichtig sind ein Einstellungswechsel sowie mehr Achtung und Würde – und das jeden Tag.

 

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