Kommentar
Totalschaden der Bundesliga: Alles hat seinen Preis

Dortmund raus, Schalke raus, Bayern raus – ­alle raus. Das klingt nicht gut und ist auch nicht gut für den Marktwert und das Image der Bundesliga. 

Donnerstag, 14.03.2019, 17:30 Uhr
Kommentar: Totalschaden der Bundesliga: Alles hat seinen Preis
Der K.o. im Achtelfinale: Bayern Münchens Spieler Kingsley Coman kniet nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Liverpool auf dem Rasen. Foto: dpa

Weil Sport im Allgemeinen sehr emotional ist und der Fußball eine exponierte Position in der öffent­lichen Wahrnehmung einnimmt, hat es nicht einmal eine Nacht gebraucht für das kollektive nationale Wehgeschrei. Deutschland stehe hintan und verliere den Anschluss, polterten die Geister schon kurz vor Mitternacht.

Zum ersten Mal seit 13 Jahren spielt die Champions League das Viertelfinale ohne deutsche Beteiligung. ­Dafür sind noch vier englische Vereine im Rennen. Das tut den Briten gut. Noch 2012/13 und 2014/15 stand die Premier League so komplett im Abseits wie jetzt die Bundesliga. Also gemach mit vernichtenden Urteilen und düsteren Visionen.

Aber: Auf Dauer spielt die Musik dort, wo das Geld strömt. Manchester City wird von einem Scheich aus den Emiraten geführt, beim Nachbarn United und in ­Liverpool haben US-Milliardäre das Sagen, in Paris ein Geschäftsmann aus Katar. Vermutlich bleibt die Bundesliga nur konkurrenzfähig, wenn die 50+1-Regel fällt und der Weg frei wird für Investoren. Doch wer will das?!

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